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Der Platzenberg in voller Blüte

Der Verein Landschaftsschutz Platzenberg e.V. wurde am 9. März 2005 gegründet zum Zweck der aktiven Bürgerbeteiligung zur Erhaltung des Platzenbergareals als ökologisch schützenswertes Natur- und Naherholungsgebiet.  Der von der Stadt am 8. März 2005 aufgestellte Bebauungsplan umfasst nicht nur das Gebiet des Platzenbergfeldes am Bommersheimer Weg, sondern erstreckt sich über das gesamte Gebiet Grüner Weg, Weidebornweg, Kolberger Weg und Bommersheimer Weg.

Der Verein Landschaftsschutz Platzenberg e.V. ist gegen jegliche Bebauung des Platzenberges und der angrenzenden Grünflächen und setzt sich für Biotopverbund und Naherholung im Sinne des Allgemeinwohls aller Bad Homburger Bürger ein.

Frankfurter Rundschau 14. Juni 2010  Platzenberg - Totholz im Gestrüpp.  ,,Das ist ein wunderschönes Gebiet, das ich seit meiner Kindheit kenne", sagt Waldemar Schütze, Fraktionschef der Bad Homburger SPD. Er will sich dafür einsetzen, dass die Streuobstwiesen wieder gepflegt werden. Der Magistrat soll die Eigentümer des Platzenberg-Areals in die Pflicht nehmen. "Es muss ein Konzept her, bei dem auch BUND und Nabu eingespannt werden." Als gutes Beispiel nennt Schütze das Kirdorfer Feld, wo sich eine IG für den Erhalt der Kulturlandschaft engagiert. Bad Homburg möchte im September am Platzenberg einen Apfeltag durchführen, um die Parzellen-Besitzer für Obstbau und -pflege zu begeistern."

Taunus Zeitung 9. Juni 2010  SPD fordert Pflege-Konzept für den Platzenberg.  ,,Die SPD hingegen beantragt ein Konzept zur Pflege und zum Erhalt der Streuobstwiesen «Am Platzenberg», in das auch die Eigentümer einbezogen werden sollen. Den Sozialdemokraten ist aufgefallen, dass einige Grundstücke keinen gepflegten Eindruck machen. An vielen Stellen seien Ast- und Baumbrüche nicht beseitigt worden und die Ballspielfläche an der Ecke Grünen Weg/Leopoldsweg sei zugewuchert, die Tore vom Einsturz bedroht. Als Beispiel, wie es besser gemacht werden könne, diene – so die SPD – das Kirdorfer Feld." 

Taunus Zeitung 22. März 2010  Drei neue Sporthallen.  ,,Am Vickers-Gelände ist nach wie vor der Neubau der Pestalozzischule geplant. Die Stadt hatte das 22 500 Quadratmeter große Areal vergangenes Jahr für 6,5 Millionen Euro gekauft. Zurzeit wird der B-Plan geändert, der noch Bürobebauung vorsah. Parallel laufen Gespräche mit dem Kreis. Ginge es nach dem Willen der Stadt, würde auf dem Gründstück nicht nur die Pestalozzischule errichtet, sondern eine «richtig große Turnhalle», so Korwisi. Eine Vier-Felder-Halle würde etwa ein Viertel der Fläche in Anspruch nehmen. Korwisi rechnet damit, dass es noch 2013 wird, bis mit dem Bau der Schule begonnen wird."

Taunus Zeitung 8. Oktober 2009  44 Gründe, Bad Homburg zu lieben.  Nr. 3:  Weil wir das Naherholungsgebiet Platzenberg haben – ob mit oder ohne Schule.

Taunus Zeitung 25. Sep 2009  «Der optimale Standort» ,,Bad Homburg. «Alle kennen die Problematik rund um den Neubau der Pestalozzischule. Die Lösung, die der Hochtaunuskreis jetzt am Standort Kerschensteiner Schule plant, war damals, als in die Planungen eingestiegen wurde, ok. Jetzt gehört uns das Vickers-Areal, und jetzt denken wir, dass das Gelände ideal wäre.» CDU-Fraktionschef Dr. Alfred Etzrodt ließ gestern im Parlament keinen Zweifel daran aufkommen, dass seine Fraktion jetzt, da die Stadt das 22 000 Quadratmeter große Areal gekauft hat, die Pestalozzischule dort besser aufgehoben wäre. Deswegen gab’s einen Antrag, nach dem geprüft werden soll, welcher Voraussetzungen es bedarf, die Pestalozzischule – im Einvernehmen mit dem Kreis – dort anzusiedeln. Genau das hatte übrigens die BLB im Juni, kurz nachdem die Stadt ihre Kaufabsichten für das Vickers-Gelände kundgetan hatte, angeregt. «Wenn die Stadt das Vickers-Gelände gekauft hat, kann der Neubau der Pestalozzischule dort erfolgen», hatte die Fraktionsvorsitzende der BLB, Beate Fleige, damals gesagt. Apropos Fleige: Sie gehört seit gestern offiziell als ehrenamtliche Stadträtin dem Magistrat an."

Frankfurter Rundschau 25. September 2009  Eine neue Ära.  ,,Nach den jahrelangen Debatten um den neuen Standort der Schule, erstaunt es, wie einfach nun die Lösung ist. Abgehakt der vehemente Streit zwischen Mehrheitsfraktionen, die auf dem Bommersheimer Weg beharrten und der Bürgerinitiative, die das partout nicht wollte. Fast schon vergessen der von der ehemaligen OB und dem Landrat kurzfristig ins Spiel gebrachte und gepriesene Standort der ehemaligen Kerschensteinerschule.  Mittlerweile hat die Stadt ja auch das 22000 Quadratmeter große Vickersgelände gekauft und alle finden es prima, dass dort die aus allen Nähten platzende Pestalozzischule neu entstehen kann. Die benachbarte Humboldtschule findet dort ebenfalls Erweiterungsmöglichkeiten für Klassenräume, Mensa und Sporthalle. Letztere könnte auch von beiden Schulen genutzt werden. Die Schülerzahl an der Humboldtschule wird wegen der großen Nachfrage in den kommenden Jahren von jetzt 1700 auf über 1800 steigen."

Frankfurter Rundschau 18. September 2009  CDU fordert Masterplan.  ,,So soll es künftig gelingen, einen breiteren Konsens für Standorte und Baumaßnahmen in der Stadt zu erreichen und eventuelle Blockaden von Bürgerinitiativen möglichst schon vor ihrem Entstehen zu verhindern. Bei der Diskussion um Standorte für den Krankenhausneubau und die Pestalozzischule hatten sich in der Vergangenheit in Bad Homburg Bürgerinitiativen den Plänen entgegengestellt."

Taunus Zeitung 17. September 2009  Ich will reden – meine Arbeit ist kein Geheimnis.  ,,Zum Abschluss noch zum Thema Schule. Wo wollen Sie die Pestalozzischule neu bauen? KORWISI: Optimal wäre es gegenüber der Humboldtschule an der Frölingstraße,. Dort könnte man eine neue Sporthalle und die Pestalozzischule bauen. An dieser Stelle ist kein so starker Durchgangsverkehr, der die Schüler ablenken würde. Der Humboldtschule würde auf diese Weise auch nicht die Erweiterungsmöglichkeit genommen."

Taunus Zeitung 16. Juli 2009 Platzenbergverein: Spende für die Pestalozzischule.  ,,Über eine Spende von 500 Euro durfte sich der Förderverein der Pestalozzischule freuen. Überreicht wurde die Summe auf dem Sommerfest der Schule von Karin Spieß, Sprecherin des Vereins Landschaftsschutz Platzenberg. Der Betrag soll zur Anschaffung von dringend benötigten Geräten zur Motorikförderung verwendet werden. «Wir wollten mit der Spende zeigen, dass unser Engagement nicht gegen die Schule, sondern nur gegen den geplanten Standort für einen Neubau gerichtet war», sagte die Vereinssprecherin."

Taunus Zeitung 20. Juni 2009   «Jeder Eingriff stört die Natur» - BLB gegen Häuser am Bommersheimer Weg - Dass die FDP am Bommersheimer Weg für eine «maßvolle Bebauung» ist (TZ berichtete), hat die BLB verärgert.

Taunus Zeitung 19. Juni 2009  FDP will «maßvolle Bebauung» am Bommersheimer Weg.  «Dort nichts zu bauen, nur weil eine Bürgerinitiative Angst davor hat, dass, wenn ein Backstein kommt, vielleicht doch wieder eine Schule gebaut wird, halten wir für falsch.» Es gehe hier um zwei, drei Häuser, um die Schließung einer Baulücken. Roesemann: «Da müssen wir mal von der Emotionalität des OB-Wahlkampfs weg.»

Frankfurter Allgemeine Zeitung 17. Mai 2009    Michael Korwisi - Er steht für sich selbst.  ,,Als er dann im Wahlkampf noch die Unzufriedenen und Bürgerinitiativen hinter sich versammelte, wuchs sich seine Kandidatur zur Bewegung aus. Jetzt haben viele der Unterstützer große Erwartungen an den neuen Oberbürgermeister. Der Kirdorfer aber trägt künftig Verantwortung für die ganze Stadt."

Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009  Wahlhelfer - Im Schlafsack für Korwisi.  ,,"Ich denke, dass vor allem junge Leute und Mitglieder der beiden Bürgerinitiativen den Ausschlag für den hohen Wahlsieg Korwisis gegeben haben", sagt der Grüne."

Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009  Ursula Jungherr - Die Unnahbare.  ,,Doch immer mehr verlor sie offenbar die Nähe zu den Menschen auf der Straße, in den Stadtteilen. Sie regiere nur aus dem vierten Stock, sagten Kritiker. Bürgerinitiativen nahm sie, die Juristin, die an dem für einmal für richtig empfundenen eisern festhielt, nicht früh genug ernst. Der 18. September wird nun also ihr letzter Arbeitstag im Rathaus sein."

Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009  Bad Homburger Lehrstück.  ,,Die auch in die Öffentlichkeit gedrungene parteiinterne Kritik an der Amtsinhaberin Ursula Jungherr stimmte schließlich. Ja, sie hat es nicht verstanden, die eigene Politik überzeugend zu verkaufen. Nein, sie ist im Umgang mit Bürgerinitiativen nicht sehr geschickt gewesen. Sie hat zu lang darauf beharrt, eine Förderschule für lernschwache Kinder zwischen ein Naturschutzgebiet und eine gediegenere Einfamilienhaus-Siedlung platzieren zu wollen. Als sie im Wahlkampf dann eine andere Lösung fand, warf man ihr taktieren vor. Sie machte sich damit unglaubwürdig."

Frankfurter Allgemeine Zeitung 12. Mai 2009  Gesprochen hat vor allem der Bürger.  ,,Wie sehr sich in der Wahl bestimmte Themen niedergeschlagen haben, zeigte auch das Abschneiden Korwisis. Nicht in seinem Heimatstadtteil Kirdorf bekam er die meisten Stimmen, sondern in der Humboldtschule, wo sich der Streit um den Neubau der Pestalozzischule in der Nähe des Platzenbergs ausgewirkt hat."

Frankfurter Allgemeine Zeitung 11. Mai 2009  Was ist bloß im Taunus los? - 61 Jahre lang hatte die CDU in Bad Homburg das Sagen. Nun wird in der Millionärsstadt am Taunus Michael Korwisi Oberbürgermeister - ein Grüner, der erste Hessens.  ,,Während die Oberbürgermeisterin also solide wirtschaftete, ließ sie im Umgang mit Bürgerinitiativen Gesprächsbereitschaft vermissen. Diese wenden sich gegen den Bau einer Schule oder des neuen Krankenhauses in der Nähe ihrer Wohngebiete. Mit den derart organisierten Eigenheimbesitzern verlor Jungherr auch zahlreiche CDU-Wähler. Auch in den Stadtteilen, die noch die alte bäuerliche Struktur erkennen lassen und mit der noblen Kurstadt nur den postalischen Namen gemein haben, erwies sich die Union als wenig geschickt. Als die CDU/FDP-Mehrheit jüngst den Bau einer Sporthalle durchsetzte, wirkte ihr Vorgehen gegenüber den Ortsteilvertretern arrogant."

Frankfurter Rundschau 11. Mai 2009  Souveräner Sieg.  ,,Ein zweiter Aspekt ist, dass die CDU-interne Kritik an Jungherr auch stimmt. Ja, sie hat es nicht verstanden, die eigene Politik überzeugend zu verkaufen. Nein, sie ist im Umgang mit Bürgerinitiativen nicht sehr geschickt gewesen. Das Umschwenken in Sachen Pestalozzischule konnte dann nur noch als Wahlkampftaktik verstanden werden. Das wäre das eine Erklärungsmodell."

Taunus Zeitung 11. Mai 2009  Die zementierte Meinung des Volkes.  ,,Besonders deutlich lag Korwisi – wie auch schon vor zwei Wochen – in der Berliner Siedlung und dem Gebiet rund um den Platzenberg vorne. Hier erreichte er Ergebnisse von über 70 Prozent. Im Wb 5 (Humboldtschule) erreichte er mit 78,1 Prozent das beste Ergebnis. Offenbar nutzte auch die Entscheidung des Planungsverbandes, den strittigen Acker am Bommersheimer Weg aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen, Jungherr nichts."

Taunus Zeitung 11. Mai 2009  So geht’s!  ,,Dennoch: Auch die OB hat zuletzt Fehler gemacht. Obwohl der ehemalige Landrat Jürgen Banzer (CDU) schon Jahre zuvor den Klinik-Neubau angekündigt hatte, war, als es ernst wurde, kein geeignetes Grundstück da. Die Verwaltung hatte keine gute Vorarbeit geleistet. Auch ihre wankelmütige Haltung in Sachen Pestalozzischule wurde zum Bumerang. Und so entstanden zwei Bürgerinitiativen, die nicht unwesentlich zu ihrem Sturz beigetragen haben."

Frankfurter Allgemeine Zeitung 10. Mai 2009  Ausgerechnet Bad Homburg.  ,,In den vergangenen Tagen wurde unübersehbar, dass das Fundament wackelt, auf das sich die Union noch stets verlassen konnte. Die Erosion setzte an mehreren Stellen ein. In den Stadtteilen etwa, wo man den Umgang der politischen Mehrheit mit den Bürgern zunehmend als arrogant empfand. Hinzu kamen Initiativen gegen verschiedene Bauvorhaben, in denen sich nicht strickpullovertragende Fundamentalisten, sondern gut situierte Hausbesitzer organisierten – eine Klientel, die sonst zum Stammwählerpotential der CDU gehört.  Aber hier war zu hören: Für Jungherr stimmen wir nicht. Derlei Gruppen sind, zumal in Bad Homburg, eine Herausforderung für jeden Oberbürgermeister. Doch Jungherr gab sich erst prinzipienfest, um dann beim Standort für die Pestalozzischule eine Kehrtwende zu vollziehen. Das haben ihr die einen übel- und die anderen nicht abgenommen."

Platzenberg Kurier Nr. 17 Mai 2009 Seite 1   Seite 2 

Stadt Bad Homburg 29. April 2009  Planungsverband begrüßt neuen Standort für Pestalozzischule. Flächennutzungsplan 2007  Quelle: Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main

Platzenberg Kurier Nr. 16 April 2009

Presseerklärung des Vereins 27. März 2009  Remmidemmi-Hotel oder was?

Presseerklärung des Vereins 23. März 2009  CDU schließt Bebauung am Platzenberg nicht aus.

Presseerklärung des Vereins 4. März 2009  Neuer Standort für Pestalozzi-Schule; Verein fordert Konsequenz: „Keine Bebauung des Platzenbergs“.

Presseerklärung des Vereins 3. März 2009  Oberbürgermeisterwahlkampf gibt 3. 000 Einwendern und 150 Demonstranten Gewicht.

Hochtaunuskreis 3. März 2009  Krebs: Neubau der Pestalozzischule auf dem Gelände der Georg-Kerchensteiner-Schule möglich.

Stadt Bad Homburg 3. März 2009  Pestalozzischule auf das Gelände der ehemaligen Kerschensteiner-Schule.

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